Nur mal so

Beim Spaziergang feldeinwärts ist mir etwas erstaunliches aufgefallen.

Wenn eine Krähe durch ein Roggenfeld wandert, dann ist mit einem Schaden zu rechnen, dessen Höhe sich in einem nicht erwähnenswerten Bereich befindet.

Im direkten Kontrast dazu steht der Schaden, welcher durch die herannahende Erntemaschine Typ "Claas" am Feld selbst verursacht wird.

"Warum ist Roggenbrot eigentlich so günstig, " habe ich mich gefragt, als ich die Vogelscheuche entwendet hatte.

Gerade so im letzten Moment konnte ich meine Bewerbung für "Bauer sucht Frau" zurückziehen.

Ficken

Treffen sich zwei Cockringe
Blau: "Du hängst."
Rosa: "Gleich nicht mehr!"
Blau: "Sorry, falsches Zimmer!"
Rosa: "Schade!"
Der Blaue verlässt das Zimmer fluchtartig.
Rosa: "Steht dir aber gut!" ruft er hinterher,
als der Blaue die Tür schließt.

Der Knabenchor aus dem off:

"Coitus", "Coitus",
"Interruptus", "Interruptus"

Andre Rieu und Vanessa Mae begleiteten mit der Melodie von "et nomine" das opulente Finale.

Meine Freundin sagte später, sie hätte all das kommen sehen.
Sie hatte sich mit der 6 bei der Zimmernummer vertan.

Stein auf Stein

Neulich fuhr ich aus lauter Langeweile zu der Vereinsversammlung des Malmöers Hallenmühle Verein kurz "MaHamü e.V.". Obwohl der Zug Verspätung hatte, war ich erstaunlicher Weise pünktlich, sodass ich in der vorletzten Reihe der mit 7382 - eigentlich sollten es 7383 Stühle sein, aber Eklund Ekkelström erlitt bei seinem letzten Zug als langjähriger Raucher einen Herzinfarkt. Das Leben ist manchmal schon sehr komisch traurig  - bestuhlten Halle einen Platz fand.

Direkt hinter mir saß mein ehemaliger Vorgesetzter. Zufälle gibt's. Für mich war das innerlich eine Genugtuung. Zumal er mich von hinten nicht erkannte der Herr Vorgesetzte.

Aber zur Sache. Endlich betrat nach dem es eine Weile gedauert hatte, da alle 7382 Gäste zu Ehren des verstorbenen Eklund Ekkelström ein riesiges Mühlespielbrett signierten, der erste Vorstandsvorsitzende Zügi Gersammler unter tosenden Applaus und lauten

"MaHamü" "MaHamü" "MaHamü"

Rufe die Bühne.

"Liebe Steinchensammler und Steinchensammlerinnen, liebe Gäste! Ich freue mich sehr über ihr zahlreiches Erscheinen."

Wieder tosender Beifall.

"Lassen Sie mich es gleich auf den Punkt bringen! Wir, die wir alle sitzen, ja wir dürfen stolz darauf sein, dass ich, heute Abend in der sonst so schwarz weißen eher tristen Mühle-Welt folgendes verkünden darf: Die gesamte Vorstandsriege hat beschlossen, ja sogar ohne Gegenstimme, dass wir dieser Tristesse den Kampf ansagen müssen und somit haben wir entschieden unsere weißen Steinchen werden mit sofortiger Wirkung: rosa!"

(Gestik, Mimik und auch Artikulation kamen mir als Deutschen irgendwie bekannt vor)

Ohrenbetäubender Lärm, laute

"MaHamü rosa e.V." "MaHamü rosa e.V."

Rufe schallten durch den Raum.

Mir wurde es zu bunt. Ich sprang auf, gab dabei versehentlich meinem ehemaligen Vorgesetzten mit dem Ellenbogen einen gewaltigen Bodycheck sodass er regungslos umkippte und ging unbemerkt aus der Halle Richtung Bahnhof.

Die Sportschau habe ich verpasst, aber ich bekam gerade noch den letzten Satz der Nachrichtensprecherin mit:

"Malmö: aus noch ungeklärten Gründen kam ein Deutscher bei der Vereinsversammlung des Malmöers Hallenmühle Verein kurz "MaHamü rosa e.V." ums Leben. Die Behörden vor Ort gehen von einem tragischen Unfall aus. Vermutlich hat ein an der Decke befestigter großer, schwarzer Mühlenstein sich aus der Verankerung gelöst und traf den deutschen Urlauber tödlich. Die Ermittlungen dauern noch an." So die Polizei vor Ort.

Das Wetter für die kommenden Tage:
"Heiter im Süden. Niederschlag im Norden."

Theorie und Wahrscheinlichkeit

In 70 Prozent aller bekannten Fälle wollen 100 Prozent der Menschen nicht arbeiten gehen. Die anderen 30 Prozent sind arbeitslos. Schüler, Studenten und verstorbene sind hierbei natürlich nicht mit eingerechnet, erstere dürfen in der Regel nicht, Studenten wollen nicht, weil diese es sonst nach dem Aufstehen um 19 Uhr aus zeitlichen Gründen nicht zum Aldi schaffen würden und letztere können nicht selbst wenn Sie es wollten. Dies ist nur ein Fall von vielen theoretischen Fällen, aber ein in der Praxis wahrscheinlich nicht haltbarer Fall, da die wissenschaftlichen Beweise dafür fehlen. Es gibt aber Fälle, im deutschen Sprachgebrauch sogar 4 - aufgepasst die sogenannten vier Kasus* - welche theoretisch wissenschaftlich bewiesen sind, aber in der Praxis überhaupt keinen Sinn ergeben.

Ein Beispiel: auf dem Beipackzettel eines Medikaments steht kann in 100 von 10000 Fällen leichte Kopfschmerzen verursachen. Von den hundert Menschen haben 20 wahrscheinlich eh Migräne und diese Patienten nehmen die leichten Kopfschmerzen gar nicht zur Kenntnis wenn Sie gerade einen Migräneanfall erleiden. In Folge dessen wären die auf dem Beipackzettel beschriebenen Nebenwirkungen für ein Fünftel der 100 Probanden eigentlich eine positive Wirkung. Steht das irgendwo? Nein!

Ein weiteres Fallbeispiel ebenfalls aus der Medizin: Es gibt ein Antidepressiva welches im allgemeinen als sehr gut verträglich angesehen wird. Es trägt den Namen Zitalopram. Auf dem Beipackzettel steht zu lesen, dass dieses Medikament zum Verlust der Libido und zu Erektionsstörungen führen kann. Nochmal es handelt sich um ein Antidepressiva, ganz ehrlich der Verlust der Männlichkeit hebt in 100 Prozent aller Fälle die antidepressive Wirkung bei Männern doch vollkommen auf, viel wahrscheinlicher ist doch, dass man ein Mittel gegen den Verlust der Libido nehmen muss, wahrscheinlich ein Antiantidepressiva. Sowohl in der Theorie als auch in der Praxis ist dies natürlich zu 100 Prozent vollkommener Schwachsinn. Wer bitteschön kommt auf so eine Idee? Alice Schwarzer? Wahrscheinlich!

Ach Theorie und Praxis liegen doch oft sehr weit auseinander. Theoretisch wären wir alle ohne diesen großen Abstand bei weitem besser dran aber...

Theoretisch gesehen macht Krieg überhaupt keinen Sinn, aber in der Praxis warum auch immer, wohl doch.
Theoretisch gesehen machen umweltzerstörende Autos überhaupt keinen Sinn, aber in der Praxis warum auch immer, wohl doch.
Theoretisch gesehen macht Arbeit überhaupt keinen Sinn, aber in der Praxis warum auch immer, wohl doch.
Theoretisch gesehen macht die Waldabholzung überhaupt keinen Sinn, aber in der Praxis warum auch immer, wohl doch.
Theoretisch...

Da fällt mir eine Unterhaltung zwischen zwei Grottenolmen ein oder waren es zwei Blobfische? Egal!

"Wir Tiere haben Glück!" Sagte der eine.
"Wieso?" Entgegnete der andere.
"Theoretisch soll der Mensch sehr intelligent sein." Meinte der erste.
"Haha!" Meinte der zweite.
"Der war sehr gut!"
"Wahrscheinlich der beste!" Meinte der erste.

... theoretisch und praktisch hatten beide vollkommen recht! Wahrscheinlich zu 100 Prozent!


* die vier Kasus
- Nominativ
- Akkusativ
- Dativ
- Genitiv
Kleiner Exkurs für Menschen, welchen Sebastian Sick kein Begriff ist. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass es viele sind.

Gedicht

Auf leisen Sohlen
Kaffee holen.
Den mitten in der Nacht
mir der Bäcker macht.
"Äh ne,  nochmal."

Auf leisen Sohlen
rausgestohlen.
Zu Bibbi in der Nacht
die mir eine Latte macht.
"Schon besser!"

Auf leisen Sohlen
Tempos holen.
Noch eben in der Nacht
ist es jetzt schon acht.
Das Bett zerkracht.
bevor der Wecker klingelt.
Das Handy bimmelt
und die Stimme spricht:
"Käffchen?"

"Ach, wieso auch nicht?"

Nur mal so

Neulich waren die Jakob Sisters im Televisionsgerät zu sehen.
"Ob man sich beim Anblick pudelwohl fühlt?"
Das muss jeder für sich entscheiden.
Ich ging einkaufen.
Ohne Pudelmütze...


Die Blattlaus.
Glatt wäre ich draufgetreten.
Obwohl ich vor der Gärtnerei stand.
Wegen Insektenbefall geschlossen,
stand auf einem Blatt an der Tür.
Lausig wenn man nicht lesen kann.
"Nicht?"
Die Blattlaus nickte lachend.


Neben dem Turm von Pisa
stand die Lisa,
schief da.
Passanten schauten sie schief an.
Touristen tranken Espresso
und damit alles im Rahmen bleibt,
half Photoshop.
Das Bild schaffte es,
gerade noch rechtzeitig in meine
Vernissage. Lisa hat sie nie besucht.
Schade. Ist wohl was schief gelaufen.


Sportenthusiasten sind sich uneinig:
Ob nun
"Westic Standing"
"Ostic Standing" oder
"Südic Standing"
Das neue Pendant zu "Nordic Walking" ist.
Lasse Langelaufen der gerade am Nordpol stand, hatte dies bezüglich überhaupt keine Meinung.

Verkehrte Welt

Aus irgendwelchen Gründen macht es mir Spaß ein Seidentuch zu gestalten. Habe ich persönlich nicht mit gerechnet. Gar nicht.
Aber zur eigentlichen Sache.

Ich benutze auf öffentlichen Toiletten, also nicht meiner eigenen, immer sofern vorhanden, eine neue Rolle Klopapier. Besonders hasse ich es wenn die Rolle so hängt, dass das Papier direkt auf der Wand aufliegt. Wenn Sie jetzt nach dem "Warum" fragen, dann kann ich das natürlich auch begründen:

Ich bestelle mir auch eine neue Pizza, obwohl im Kühlschrank noch eine von letzter Woche liegt. Ich trinke auch nicht aus den halb geleerten Bierflaschen, welche noch von der letzten Party vor zwei Wochen im Flur stehen. Ich kreide Leuten auch kein eigenes Auto an, obwohl ich selber nur einen Firmenwagen habe. Ich ficke auch nicht zwei Frauen, die beide schlucken, da ich nur eine Liebe. Ich Lüge auch nicht, obwohl es viel einfacher ist. Ich setzte mich mit Dingen auseinander, obwohl ich es eigentlich gar nicht will. Ich gehe auch nicht bei Grün, sondern bei Rot, da ich zwar keine Hoffnung mehr habe, aber immer noch Liebe. Ich gehe auch nicht zu Mc Donalds, da mir Bürger King lieber ist. Ich schaue über den Tellerrand, obwohl der Blick darüber manchmal grausam ist. Ich bin ehrlich zu mir selbst, obwohl einige das nicht sind.

Aber es gibt Menschen, welche genau das machen.

"Verkehrte Welt," denke ich mir dann immer.

Mir kam plötzlich wieder das Seidentuch in Erinnerung und ich dachte mir es wird Zeit für etwas neues.

Ich zog nach Castrop Brauxel und eröffnete eine Seidenspinnenzucht und ein Nagelstudio.

Ich fing an Klopapier auf fremden Toiletten zu benutzen obwohl es verkehrt hing. Ich aß die Pizza von letzter Woche aus dem Kühlschrank. Ich trank die halbleeren Flaschen Bier von der Party vor 2 Wochen. Ich meckerte jeden an der kein eigenes Auto hatte. Ich fickte alle Frauen, auch die, die nicht schluckten und liebte keine einzige. Ich log was das Zeug hielt und stellte fest, es ist viel einfacher. Ich setzte mich mit nichts auseinander und wollte es auch nicht. Ich ging nur noch bei Grün und hatte wieder Hoffnung, aber keine Liebe mehr. Ich aß nur noch bei Mc Donalds und Burger King ging bankrott. Ich benutzte auch keine Teller mehr und in Folge dessen musste ich auch nicht darüber hinaus schauen. Ich war nicht mehr ehrlich zu mir selbst und lachte die aus, die es waren.

"Mal sehen, ob es mir in der verkehrten Welt gefällt," dachte ich mir.

"Ich glaube nicht."


Nach 23 Stunden war ich pleite. Alle Spinnen tot und vor lauter Hunger hatte ich mir meine Nägel abgekaut.

Gedicht

Bei den dichten Fichten dichten
umzingelt von den Bösewichten,
die nicht in dichten Fichten dichten
ist mitnichten,
schlau.
Hurra!
Waldabbau.

Der Schuh des Känguru

Es war einmal....
Äh Mittwoch vor 3 Wochen 11.18 Uhr ca.
2013 Jahre nach der Geburt Christi. Ich war wie so oft an der frischen Luft unterwegs, falls man das in Berlin so nennen kann.
Nun gut.
Draussen.
Nicht drinnen.
Ok? Ach ihr versteht schon.

Kein Dunst, aber auch leider keinen blassen Schimmer was ich jetzt mit mir anfangen sollte.
Bei KIK kieken war ik (Schriftdeutsch ich) gestern schon. Es war enttäuschend. Sie hatten keine Prinzessin Lillifee Taschen mehr.

Also? Was tun. Ich beschloss einfach mal was sinnvolles zu unternehmen und machte nichts. Außer spazieren und nachdenken. Was vor allem im nüchternen Zustand bei weitem besser ging als in anderen Zuständen wessen Anblick man hier massenhaft sah und es war immer noch Mittwoch. Wenn man dies so als Außenstehender betrachtet merkt man erstmal wie bescheuert das eigentlich ist.

Es fing gerade an mir richtig Spaß zu machen als ich auf eine Glasscherbe trat.
"Komisch" dachte ich, dabei befinde ich mich doch nicht mal auf dem Fahrradweg. Es gab leider Leute die leere Flaschen nur allzu gerne auf den Radweg werfen nur damit...

Der Schmerz den die Scherbe in meinem Zeh verursachte war noch zu ertragen, aber in dem Moment wäre ich doch lieber mit dem Rad unterwegs gewesen oder das Rad selbst. Fahrräder, so ist es bekanntlich, empfinden weder Schmerz noch bleibt denen die Chance verwehrt sich aufzuregen.

Ein lautes "Fuck!" erschreckte die Vögel mehr als die Passanten um mich. Ich bückte mich um die Scherbe aus dem Schuh zu ziehen. Die blaue Sohle war mittlerweile rot an einer Stelle,
aber da man mir ja nachsagt ich gefalle mir in meiner Opferrolle, tat ich so als wäre mir der Schmerz egal.

Ich schmiss die Scherbe auf den Fahrradweg.
"Hihi" ich musste Lachen.

Drei Wochen später:
REVENGE OF THE FAHRRADFAHRER

In diesen drei Wochen habe ich nämlich festgestellt, dass ich wohl nicht die ganze Scherbe aus dem Schuh bekommen habe denn immer wenn ich in einem bestimmten Winkel auf die Pedale meines Rades trat piekste mich ein kleines Reststück Scherbe in den großen Zeh.

So ein Fahrrad hats schon gut.

Anmerkung:
Den Hinweis mir neue Schuhe zu kaufen schmetter ich wie folgt ab: man sagt ja man soll Frauen keine Schuhe kaufen, weil Sie einem sonst weglaufen. Ich habe Frauen bisher schon vieles gekauft außer Schuhe, aber weggelaufen sind sie mir alle und da ich nicht vor mir selbst weglaufen will kaufe ich mir auch keine Schuhe.

Gemüse

Die böse Artischocke war artig geschockt,
als Kohl nach dem Rabbi rief der dann sagte:
"Rett' ich die Welt oder überlass ich das Tom Ate?"

Fische haben derlei Gedanken nicht,
stellte ich fest als ich um den See gurke.

Die Känguru Psychologie

Ich zog mir den Cocktring über mein Glied und verließ die triste Einöde der Depressivklinik. Als ich über das Gelände ging merkte ich wie sich meine dicke Eichel den Weg durch meine Short bahnte und an meinem Oberschenkel rieb. Auf dem Weg zur Tankstelle sah ich den komischen Vogel der zuvor beim Windlichter basteln schon total wirres Zeug von sich gab.

Ich fing an schneller zu laufen. Meinem Penis gefiel dies, dem Vogel nicht. Er flog zurück ins Kuckucksnest. Welch Glück das es nur einer war und kein Klan.

In der Tankstelle verschwendete ich bares Geld für Energiedrinks in der Hoffnung ich könnte so meinen Depression schneller entkommen. Ein Irrglaube wie sich herausgestellt hat. Denn je schneller ich lief desto näher kam ich an ein Auto wessen Anblick mich sofort wieder traurig stimmte. Obwohl es ein Volkswagen war konnte er in diesem Moment nichts für das Volk bzw für mich tun. Zumindest im positiven Sinne. Am liebsten hätte ich gekotzt.

Da war ich also nun in einer fremden Stadt unter fremden Menschen ohne Fremdenführer und Plan. Gut wer hat den heutzutage schon noch und da eh jeder über den anderen bestimmen will ist so ein Plan eigentlich nur für jemanden der alleine ist. Der wird aber auf Dauer depressiv und schon bestimmt wieder...

Ach muss der Teufel fit sein, da er immer im Kreise läuft.

Ich zündete mir die zweite Schachtel Zigaretten an.

Zeitsprung: da erzähltes bereits vergangen ist ein kurzer Sprung ins jetzt. Einen anwesenden zu fragen ob er nicht nach Hause gefahren ist, halte ich persönlich für eine Verschwendung von Vokalen und Konsonanten. Traurig, wofür die Sprache heute missbraucht wird. Sinnlos und null Sinn ergebend. Die Frage nach dem "Warum?" wäre in vielen Fällen klüger.

Wo wir schon beim "warum" sind:
Warum werde ich eigentlich immer als das personifizierte Böse hingestellt. Ist es denn so böse, dass man Lügen nicht mag und ist es denn nicht so, dass wenn man immer wieder angelogen wird man dezent wütend wird?

Sei es drum. Zurück in die Vergangenheit.

Ich war in der Stadtmitte angekommen und suchte verzweifelt nach einem Buchladen. Den Gedanken meinen Freund Wicky Guugle zu fragen löschte ich ganz schnell. Früher ging das ja auch alles ohne. In diesem Zusammenhang kam mir der Gedanke in denn Sinn das man ja in der modernen Zeit auch Frauen über das Internet finden kann und wie man das früher wohl gemacht hat. Ich kann mich dunkel daran erinnern aber ich glaube man hat geredet miteinander.

Notiz an mich selbst:
Thailändisch auf babbel.com lernen.
Nur so zur Sicherheit.

Im Buchhandel fragte ich die adrette kleine Angestellte ob sie den ersten Teil der Känguru Chroniken haben. "Das von Kai Uwe Kling?" meinte sie. Wir guckten uns beide an und mussten grinsen. Sie hatte das Buch wohl auch gelesen was sie mir durch ein zustimmendes nicken zu Verständnis gab.

Leider war das Buch nicht auf Lager. Ich halte das ja persönlich für einen Skandal. Die Bibel hatten sie natürlich. In mehreren Varianten.

Die Frage nach einem anderen Buchladen wurde erstaunlicherweise mit Ja beantwortet. Dort angekommen sah ich durch das Fenster keinen einzigen Kunden. Direkt vor der Glastür lag ein großer Hund. Die Leere des Ladens war somit erklärt.

Da ich keine Angst vor dem treuen Freund hatte schob ich die Tür einfach auf. Der Hund würdigte mich keines Blickes und ließ diesen Vorgang über sich ergehen.

"Kann ich Ihnen helfen?"
"Ja" sagte ich.
"Känguru Chronik, als Buch, erster Teil."
"Haben sie den?"
"Ja,  als Hörbuch."

Diese Antwort war genauso ein Paradoxon wie das Wort "Hörbuch" an und für sich.

"Ich lese lieber statt zu hören," meinte ich.
"Zumal das was ich in letzter Zeit zu hören bekommen habe schlimmer ist als die Bibel zu lesen und ich..." "Ach egal," meinte ich und verließ den Laden.

Draussen die dritte Schachtel Zigaretten.

Ich machte mich ohne Buch auf den Rückweg.

Ich fiel in ein tiefes Loch.
"Danke für den Saft!" sagte es.
"Tschüß Depression," sagte ich.
"Schön dass du mal wieder da warst!"

Während dessen streichelte eine Muschi meine Beine.

Entschuldigung es war ein Kater. Da war mal wohl wieder der Wunsch Vater des Gedankens.

Erstaunlich

Dieser Blog braucht keinen Stift!

Danke an Marc Uwe K

Als ich innerhalb von 5 Minuten ungefähr 7 Minuten laut lachen musste, war ich mir meiner sonst so formidablen Mathematik-Kenntnisse gar nicht mehr so sicher.

Dachte mir aber diesen rechnerischen Faux pas wird mir niemand groß anrechnen.

Schwester Anna Bell Lee rief wie immer um halb 6: "Abendessen!"
Jedoch ist dies meinem Ohr entgangen.

Auf die Frage warum ich so lache und ob ich ein Buch lese antwortete ich:

"Nein, ich bin gerade dabei, zumindest in Gedanken die Tangente eines gleichschenkligen Dreiecks zu berechnen!" und legte das Buch zur Seite.

Also wenn was auffällt dann ist es wenn man auf der Depressivstation einer Klinik ein Buch über ein Känguru und dessen Mitbewohner Marc Uwe K liest.
Oder wars anders rum? Egal.

Als Anna Bell Lee auf mich zu kam und fragte warum ich mein Essen noch nicht geholt habe antwortete ich:
"Nein ich habe Pizza bestellt."
"Du ißt also nichts?" war ihre Gegenfrage welche ich etwas verdutzt zur Kenntnis genommen habe.
"Nein, ich trinke ja auch keinen Tee." meinte ich.

Ganz ehrlich manchmal bin ich mir nicht so sicher warum ich hier bin und woher der Begriff Krankenschwester seinen Ursprung genommen hat.

"Nächstes Wochenende hole ich auf jeden Fall mein Känguru Kostüm", dachte ich.

Dann haben wir hier sehr viel zu lachen auf der Depressivstation.

Gut. Vielleicht nicht alle.

Kängistatement

Bevor man lügt,
sollte man lernen,
mit der Wahrheit klar zu kommen.

Kängistatement

Ich bin zwar nicht Van Gogh,
aber ich kanns trotzdem nicht mehr hören.